MM1018 FL

ab 110,38 €

Artikel­nummer #1866 Kategorie:

Beschreibung

MM1018 – Das flüssige Futterblech – ist ein hoch gefülltes Metallpolymer zum vollflächigen und kraftschlüssigen Ausgleichen bzw. Auffüllen von Ungenauigkeiten und Unebenheiten zwischen Metallelementen wie z.B. Kopfplatten, Brückenlagern, Kranbahn-und Schienenführungen sowie Stahlbauteilen. Auf Grund seiner hohen Formstabilität eignet sich MM1018 auch für den Einsatz in vorgespannten Verbindungen. Bereits mehr als 1.000 Bauwerke weltweit stehen auf das flüssige Futterblech, DIAMANT MM1018.

Flüssige Variante zum Gießen oder Injizieren. Produkt härtet bei Raumbedingungen aus. Druckfestigkeit von bis zu 160 N/mm².

MM1018 flüssig ist ein Produkt mit allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung (abZ). Zulassungsnummer: Z-3.82-2042

Eigenschaften

  • Sehr hohe Druckfestigkeit
  • Geringe Kriecheigenschaften
  • Druckschwellfestigkeit bis 10 Mio. Lastwechsel (Festigkeitsnachweis für Stahl)
  • Schnelle Aushärtung
  • Korrosions- und Witterungsbeständig
  • Injektion oder Verguß für fast jede Spaltsituation
  • Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung (abZ)
  • Seewasserbeständig, ABS Design Assessment

Typische Anwendungen

Spaltausgleich, kraftschlüssige Verbindung an

  • Kopfplattenstößen
  • Brückenlagern
  • Kran- und Führungschienen
  • Silos
  • Stahl-Wasserbau
  • Stahlbau und Stahlhochbau
  • Tunnelbau

für Verbindungen Stahl auf Stahl und Stahl auf Beton.

Aufbewahrung / Haltbarkeit

Im original, ungeöffneten Behälter trocken, kühl und frostfrei (5°C-+20°C) lagern. Haltbarkeit 24 Monate. Vor direkter Sonneneinstrahlung schützen. Höhere Temperaturen reduzieren die Lagerfähigkeit.

Verarbeitungsparameter

Die Verarbeitungszeit (Topfzeit) des Materials beginnt, sobald die beiden Komponenten A und B zusammen gegeben werden. Topf- und Härtezeit sind abhängig von der Materialmenge und der Temperatur. Bei größeren Gebinden kann sich die Topfzeit aufgrund einer höheren Reaktionswärme reduzieren. Die nachfolgende Tabelle gibt praxisrelevante Topfzeitwerte für eine 1kg Packung an:

Die Materialaushärtung lässt sich durch Erwärmung beschleunigen. Die maximal zulässige Temperatur für die beschleunigte Aushärtung beträgt 65°C. Die erforderliche, minimale Aushärtetemperatur beträgt +5°C. Bei niedriegeren Temperaturen wird empfohlen die Bauteile vorzuheizen.

Druckschwellfestigkeit

Für MM1018FL wurden umfangreiche Dauerschwingversuche gefahren um das Verhalten des Materials unter Wechsellast zu bestimmen. Im Folgenden finden Sie einen kurzen Auszug der ermittelten Daten. Weitere Informationen stellen wir auf Nachfrage gerne zur Verfügung.

Arbeitsvorbereitung

Kontaktflächen, welche mit MM1018 benetzt werden, müssen nach Möglichkeit unter Verwendung von entölter Druckluft von Schmutz und losen Partikeln gereinigt werden. Dazu empfiehlt sich der Diamant-Reininger #1417. Der Reiniger muss auf einen fusselfreien Lappen aufetragen werden, mit welchem man dann die Kontaktfläche reinigt. Schrauben sind bei Bedarf zu schützen (z.B. durch DIAMANT Schraubenschutz #8880) um ein späteres verkleben der Gewinde mit MM1018 zu vermeiden. Müssen die Kontaktflächen zu einem späteren Zeitpunkt nochmals voneinander getrennt werden, ist es erforderlich im Voraus ein Trennmittel (z.B. DIAMANT Trennmittel #1354) aufzutragen.

Mischvorgang

Zum Mischen von MM1018 wird die Komponente B vollständig in den Behälter mit der Komponente A gegeben. Mit einer Handbohrmaschine und dem DIAMANT-Mischpropeller (Art.-Nr. #0789) intensiv vermischen (max. 250 U/min für ca. 2 Minuten). An der Wandung des Behälters haftendes Material mit einem Spachtel abstreifen und der Mischung zugeben. Nochmals gründlich vermischen.

Anwendungsbeschreibung

Die Anwendung von MM1018 flüssig kann durch gießen oder injizieren erfolgen. In beiden Fällen ist es erforderlich, dass der Spalt umlaufend abgedichtet wird um zu vermeiden, dass MM1018 aus dem Spalt ausläuft. Für die Spaltabdichtung wird der Einsatz von MM1018 SEAL #2108 empfohlen. Informationen zu Material und Verarbeitung können dem technischen Datenblatt MM1018 SEAL #2108 entnommen werden.

Gießen

Das gemischte MM1018 kann durch Eingießen in einen Hohlraum zum Spaltverschluss eingesetzt werden. Vor dem Eingießen ist das gemischte MM1018 in ein sauberes Gefäß umzufüllen. Aus diesem Gefäß kann das Material direkt in den Hohlraum gegossen werden. Auf ausreichende Entlüftung sowie luftblasenfreies Vergießen ist zu achten.

 

Injizieren

MM1018 kann in einen abgedichtet Hohlraum injiziert werden. Voraussetzung für die Injektion sind entsprechende Injektions- und Entlüftungsöffnungen welche in Abhänigkeit des vorliegenden Spaltmaßes bzw. Hohlraumes zu planen sind. Die Injektion erfolgt über flexible Kunststoffschläuche (Prod.-Nr. #1579) unter Verwendung von Absperrventilen (Prod.-Nr. #1577) welche über R1/4″ Schraubanschlüsse (Prod.-Nr. #1578) an den Ein- und Austrittstellen angebracht werden. Über passende Schlauchstellen (Prod.-Nr. # 1576) sind ein ca. 150mm langer Kunststoffschlauch, ein Absperrventil und ein entsprechend den Arbeitsbedingungen ausgelegtes, weiteres Stück Schlauch für den Anschluss der Injektionskartusche bzw. zur Entlüftung anzubringen.

MM1018 wird entsprechend den Verarbeitungs-Vorschriften gemischt. Das fertig gemischte Produkt wird anschließend in einem möglichst dünnen Strahl unter Vermeidung von Luftblasenbildung in eine Leerkatusche (Prod.-Nr. #1573 – 320ml) umgefüllt. Die Kartusche wird nach dem Füllen mit einem Kartuschenkolben verschlossen und langsam gedreht um das Flüssige MM1018 von der Spitze zum Kolben fließen zu lassen wodurch die eingeschlossene Luft in der Kartusche an die Kartuschenspitze steigt. Dieser Vorgang ist insbesondere für eine blasenfreie Injektion erforderlich! Die Kartusche kann nun an der Oberseite mit einem Messer geöffnet und die Spitze aufgeschraubt werden. Es empfiehlt sich die Kartuschenspitze etwas zu kürzen, so dass sie einen Onnendurchmesser von ca. 8 mm hat. Dies verringert den Wiederstand bei der Injektion und erleichtert das Einpressen. Die Kartuschenspitze wird nun von Hand auf das freie Schlauchende aufgesetzt.

 

Nach dem Öffnen des Absperrventils kann mit der Injektion begonnen werden. Das Einpressen sollte mit einem konstanten Druck erfolgen. Es ist unbedingt darauf zu achten, dass keine Luftblasen durch den Schlauch in den Hohlraum gepresst werden! Zum Kartuschenwechsel bzw. Nachfüllen wird das Absperrventil geschlossen um ein Zurückfließen des bereits injizierten Materials zu vermeiden. Das freie Schlauchende wird für den Kartuschenwechsel so fixiert das kein Material auslaufen kann. Die Injektion wird beendet sobald das Material aus der oberen Entlüftungsöffnung austritt. Vor dem Abnehmen der Kartusche ist das Absperrventil zu schließen. Aus dem Injektionsschlauch zurückfließendes Material ist zum Beispiel mit einem Lappen  aufzugefangen und sachgerecht  im Hausmüll zu entsorgen.

Nach 24 Stunden Aushärtung können die Injektions- und Entlüftungsanschlüsse abgeschlagen und im Hausmüll entsorgt werden.

Zeitlicher Ablauf

1.) Reinigen und ggf. Trennmittel auftragen

2.) Ggf. Schraubenschutz anbringen

3.) Injektionsöffnung anbringen und vorbereiten

4.) Umlaufende Abdichtung mit MM1018 SEAL

5.) MM1018 SEAL aushärten lassen

6.) Injektion mit Diamant MM1018 flüssig

7.) MM1018 flüssig aushärten lassen

8.) Injektionsanschlüsse abschlagen und reinigen

Technisches Datenblatt für DIAMANT FL

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Sicherheits­datenblatt für DIAMANT FL

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